Wie bei den meisten ursprünglichen Hunden, ist die Ernährung beim Xolo kein besonderes Thema. Im Grunde fressen sie alles und vertragen es meistens auch. Ich persönlich füttere hauptsächlich roh – Fleisch und Innereien mit Obst und Gemüse und Getreide (Nudeln, Reis, Hundeflocken). Dazu gibt es eine Kräutermischung (Hokamix) und verschiedene Öle. Aber auch hochwertiges Dosen- oder Trockenfutter ist eine Alternative.
Schlechte insbesondere zu fetthaltige Ernährung kann zu Pickeln und unreiner Haut führen. Leidet ihr Xolo unter Hautproblemen ist als erstes die Ernährung zu überdenken. Mit einer getreidefreien Rohfütterung hat man da mit Sicherheit die wenigsten Probleme.
Der Xolo kann fast alles fressen, auch wenn ihm einige Zähne fehlen. Auch Kauartikel sind kein Problem. Nur größere Knochen würde ich nicht füttern, sie können die noch vorhandenen Zähne beschädigen. Daher ist bei Rohfütterung auf jeden Fall auf genügend Kalzium-Zufuhr zu achten. Dafür kann man entweder Schlemmkreide (Calciumkarbonat) oder gemahlene Eierschalen unters Futter mischen oder aber genügend kleiner Knochen, wie Hühnerhälse usw. verfüttern, womit ein Xolo noch zurecht kommen sollte.
Vegetarier sind Xolos übrigens wie alle anderen Hunde auch nicht, auch wenn das oft behauptet wird.
Wichtig ist den Xolo nicht zu überfüttern! Die meisten fressen sehr gerne und neigen zu Übergewicht – abgesehen davon, dass das gerade bei einem Nackthund nicht sehr ansehnlich ist, ist es natürlich auch nicht besonders gesund. Als sehr aktiver Hund braucht der Xolo vielleicht etwas mehr, als andere Rassen vergleichbarer Größe. Es stimmt jedoch nicht, dass er einen schnelleren Stoffkreislauf und eine höhere Körpertemperatur hat als „normale“ Hunde (ebenfalls ein oft gehörtes Gerücht) und deshalb besonders viel Futter braucht. Der Xolo ist zu dick, wenn man die Rippen nicht mehr deutlich spürt und/oder wenn der Bauch nicht mehr gut aufgezogen ist.
Ein Hund der nicht haart, keine Parasiten hat, nicht gebürstet werden muss... wie ideal. Trotzdem braucht natürlich auch ein Xolo Pflege. Vor allem dann, wenn Sie auf Ausstellungen gehen möchten.
Die Haut des Xolos benötigt Pflege, wie die unsere auch. Er sollte regelmäßig (ca. alle 2-3 Wochen) mit einem milden Welpen-Shampoo gebadet werden. Danach wird er mit einer fettfreien Lotion (z.B. Apre Sun Lotion) eingecremt. Dazwischen reicht feuchtes abwischen (ich verwende dazu Kosmetik- oder Babytücher) und eincremen.
Bei verstopften Poren kann auch ein Peeling Abhilfe verschaffen.
Ein dunkler Hund ist nicht sehr Sonnenbrand gefährdet. Trotzdem sollte er im Frühling langsam an die erhöhte Sonneneinstrahlung gewöhnt werden und nicht plötzlich über sehr lange Zeit der Sonne ausgesetzt sein. Bei hellen Exemplaren und solchen mit hellen Abzeichen besteht natürlich – wie beim Menschen – die Gefahr von Sonnenbrand. Und wie beim Menschen sollten diese Hunde bzw. die hellen Stellen mit Sonnencreme geschützt werden.
Im Winter wird ein Nackthund natürlich frieren, vor allem dann, wenn er sich nicht uneingeschränkt bewegen kann. Die Anschaffung von Hundemäntel oder –Pullover ist also unumgänglich. Man sollte den Hund aber auch nicht zu sehr verweichlichen – es ist immer noch ein Urtyphund, der relativ viel aushält. Ich habe von (chinesischen) Nackthunden gehört, die stets so warm gehalten wurden, dass sie sogar in den Backofen kriechen wollten – das kann auch nicht Sinn der Übung sein!
Die Haut von Nackthunden ist wesentlich widerstandsfähiger als unsere oder als die von viel kurzhaarigen Hunderassen, dennoch kommt es öfter zu Verletzungen und Schrammen. Ich behandle diese mit einer Enzymsalbe (gibt’s auch als Spray). Lassen Sie sich aber von ihrem Tierarzt beraten.
Die Krallen müssen regelmäßig kontrolliert und gegebenen Falles gekürzt werden. Auf Grund der langen Pfoten (Hasenpfoten) nutzen Sie sich oft nicht so schnell ab, wie bei anderen Rassen.
Der Xolo ist ein sehr aktiver und zudem intelligenter Hund. Demnach braucht er viel Bewegung und Beschäftigung. Hat man eine gute Hundeschule und die richtige Trainingsmethode gefunden, hat der Xolo im Hundesport durchaus Möglichkeiten. Mir sind einige Xolos bekannt, die in Agility Bewerben starten. Vermutlich werden sie nicht mit Border Collie & Co mithalten können, einen Versuch ist es aber auf jeden Fall wert. Andere Sportarten, die ich mir sehr gut vorstellen kann sind Dog Dance, Breitensport und Fährtenarbeit. Von Schutzarbeit mit einem Urhund kann ich jedoch nur abraten. Sie haben einen natürlichen Schutztrieb und sind stets verteidigungsbereit – diese Anlage zusätzlich zu fördern kann gefährlich werden. Natürlich gibt es auch exzellente Sportschutz-Arbeit, die ausschließlich über den Spiel- und Beutetrieb aufgebaut wird... dies ist aber heute leider noch eher die Ausnahme.
Ausgedehnte Spaziergänge und die Möglichkeit gefahrlos ohne Leine laufen zu können sind natürlich obligatorisch. Und auch wenn man seinen Xolo nicht sportlich führen möchte, gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten ihn zu beschäftigen: Tricks lernen, Intelligenzspielzeug, Futtersuchspiele uvm.
Wie bereits unter dem Punkt Charakter beschrieben, kann sich ein Xolo an viele Lebensweisen anpassen, solange er bei seiner Familie sein darf! Ob in der Etagenwohnung oder im Landhaus ist da eher nebensächlich, er möchte nur stets so nah wie möglich beim Menschen sein. Am liebsten auch Nachts... im Bett... unter der Decke ;-) Wenn Sie das nicht möchte, würde ich eine Box zum Schlafen empfehlen, diese bietet ihm ebenso Wärme und Geborgenheit.
Ein Garten ist natürlich schon für einen Hund, bietet beim Xolo auch den Vorteil, dass man im tiefsten Winter schon mal aufs Spazieren gehen verzichten kann. Aber bitte wirklich nur bei miesem Wetter – ein Garten kann den täglichen Spaziergang niemals ersetzen.
Für eine Wohnung ist der Xolo, als sehr sauberer, nicht allzu großer Hund, recht gut geeignet. Hier steht man dann nur vor dem Problem, dass man Möglichkeiten finden muss, dem Hund genügend freie Bewegung in sicherer Umgebung zu verschaffen.
Zwingerhaltung, Haltung im Freien oder sonst irgendwie fern ab von der Familie wäre für den Xolo Tierquälerei. Nicht nur, weil nackte Tiere natürlich körperlich nicht dafür geeignet sind! |