Der Erbgang ist noch nicht geklärt.
Bislang ging man von einem autosomal rezessiven Erbgang aus. Neue Forschungen haben aber gezeigt, dass die Vererbung von DS wesentlich komplizierter ist.
Die Vermutung, dass das Auftreten eines DS mit dem Ridge zu tun hat liegt nahe, angesichts der Tatsache, dass diese Anomalie nur bei Ridge-Hunden so häufig vorkommt.
Nicolette H. C. Salmon Hillbertz von der Universität Uppsala, Schweden hat ihre Doktorarbeit der Erforschung dieses Phänomens gewidmet. Sie konnte die Mutation, die für den Ridge verantwortlich ist ausfindig machen. Diese wird autosomal dominant vererbt und folgt demnach den Mendl’schen Gesetzen. Ein Hund kann also die Genotypen rr; Rr oder RR haben. R steht für die Ridgemutation, sie ist dominant und setzt sich im Phänotyp (Erscheinungsbild) durch; r steht für ridgelos, es ist rezessiv und daher nur phänotypisch sichtbar, wenn das Tier homozygot (reinerbig) auf dieses Merkmal ist, also beide Allele (Genorte) „ridgelos sind“.
Folglich sind Hunde mit dem Genotyp rr ridgelos, solche mit RR haben einen Ridge, ebenso wie die heterozygoten (mischerbigen) Rr.
Die Forschungsgruppe um Salmon Hillbertz konnte nachweisen, dass die meisten Ridgebacks mit DS homozygot auf die Ridgemutation waren (Genotyp RR), während die meisten gesunden Hunde mit Ridge heterozygot (Rr) waren (80% der gesunden Rhodesian Ridgebacks mit Ridge in Schweden).
Diese Ergebnisse sind nicht absolut, es gibt also auch gesunde, homozygote Hunde; heterozygote DS-Hunde und auch Hunde ohne Ridge mit DS. Aber sie zeigen, dass die DS Mutation eine unvollständige Penetranz (Wahrscheinlichkeit des Auftretens im Phänotyp) hat, die wesentlich höher ist, wenn das Tier homozygot auf die Ridgemutation (RR) ist und sehr niedrig, wenn es heterozygot (Rr) ist.
Es wird weiterhin auf diesem Gebiet geforscht. Das Gen bzw. die Gene, die direkt für den DS verantwortlich sind, wurden meines Wissens nach noch nicht identifiziert, obwohl es dahingehend bereits Gerüchte gibt. Es bleibt also zu hoffen, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis es neue Erkenntnisse geben wird (Stand 2008).
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