Auch wenn die meisten DS-Hunde nach der Operation ein ganz normales Leben führen, dürfen die Risiken nicht außer acht gelassen werden.
Zunächst besteht natürlich bei jeder OP ein Narkoserisiko.
Darüber hinaus kann die OP auch schief gehen. Bei einem Experten, der schon viele DS operiert hat, ist dies zwar unwahrscheinlich, aber doch möglich. Der DS Strang kann z.B. reißen. Noch größer ist das Risiko, wenn der Chirurg kein Fachmann auf dem Gebiet ist. Hier kommt es vor, dass nicht der gesamte Strang entfernt wird.
Auch bei der Nachversorgung kann es zu Problemen kommen. Ich habe bereits von zwei Thais gehört, die nach der OP verstorben sind bzw. eingeschläfert wurden. Leider sind mir hier die Hintergründe nicht vollständig bekannt. Sie waren bei der Operation bereits erwachsen und es lässt den Rückschluss zu, dass bei ausgewachsenen Hunden, die OP und die Nachversorgung nicht mehr so unkompliziert ist, wie beim Welpen. Warum ist mir jedoch nicht ganz verständlich. Man sollte sich aber auf jeden Fall vor Augen halten, dass es zu Problemen oder sogar zum Tod des Hundes kommen kann.
Aus diesem Grund raten auch manche Tierärzte von einer Operation ab. Mir sind drei Thai Ridgebacks bekannt, die nicht operiert wurden – jedoch unter ständiger tierärztlicher Beobachtung stehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind sie ca. 1,5 Jahre alt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Möglichkeit eine Alternative ist.
Ein weiteres Risiko besteht möglicherweise auch in der Verhaltensentwicklung des Hundes. Thai Ridgebacks sind sehr sensible Tiere und die Gefahr eines Traumas ist genauso gegeben, wie Probleme die durch eine nicht lückenlose Sozialisierung entstehen. Eine intensive Beschäftigung (ohne Überforderung) auch mit dem frisch operierten Welpen ist daher unumgänglich!
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