Amon Sul  
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Haltung und Pflege

 

Was Haltung und Pflege betrifft ist der Akita kein besonders anspruchsvoller Hund.

Was das Futter betrifft, gibt es keine Unterschiede zu anderen Hunden. Welches Futter genau das richtige ist, darüber lässt sich in Hundekreisen lange streiten. Im Akita Buch von Angelika Kammerscheid-Lammers habe ich gelesen, dass im Rahmen eines Akita Kongresses, ein Japaner meinte, wir Europäer würden unsere Hunde zu gehaltvoll ernähren und dass darauf auch diverse gesundheitliche Probleme zurückzuführen seien. In Japan bekämen sie hauptsächlich Fisch und Reis. Allerdings meint die Autorin, dass diese Angaben zu ungenau für einen konkreten Futterplan seinen. Ich persönlich füttere hauptsächlich frisches Fleisch oder Pansen (ca.250g) oder auch Dosenfutter (ca. 600g), dazu gibt es Hundefocken, Reis oder Nudeln und hin und gelegentlich Thunfisch, Quark, Joghurt, Olivenöl, Ei usw. Seit ich vom Dosenfutter hauptsächlich auf Fleisch umgestiegen bin, bekommen sie auch noch täglich eine Kräutermischung (z.B. Hokamix oder Luposan). Trockenfutter bekommt Akemi nicht, obwohl ihr nichts wichtiger ist als Fressen, würde sie mir das im Leben nicht anrühren. Mit dieser Ernährungsweise habe ich bisher keine negativen Erfahrungen gemacht, es gibt aber bestimmt noch andere Futterpläne, die ebenso geeignet sind.
Akitas sind anfällig für diverse Hauterkrankungen, hat man damit Probleme, sollte man auch über eine Änderung des Ernährungsplans nachdenken. Mehr dazu unter >Gesundheit.

Das schöne Fell braucht im Normalfall wenig Pflege, gelegentliches Bürsten, wenn überhaupt, reicht aus. Baden sollte man den Hund nur in Notfällen, weil das Fell ohnedies "selbstreinigend" ist (d.h.: getrockneter Schmutz fällt von alleine ab oder lässt sich leicht ausbürsten und in Kürze hat man wieder einen blütenweißen Hund) und ein Bad der empfindlichen Haut schadet. Tamami haben wir nur einmal vor unserer ersten Ausstellung gebadet und es hat ohnehin nichts genutzt. Vor Ausstellungen "poliere" ich sie nur mit einem feuchten Tuch und bürste sie ordentlich gegen den Strich, so erreicht man den Effekt, dass das Fell wuschelig vom Körper absteht. Vielleicht noch ein bisschen Nerzölspray und fertig ist die Beauty-Queen.
In der Zeit des Fellwechsels ist jedoch mehr Aufwand gefragt. Zweimal im Jahr verliert der Akita nahezu seine gesamte Unterwolle. Das kann Wochen dauern und bedeutet mindestens einmal täglich gründlich bürsten und größte Mühe das Haus sauber zu halten. Außerhalb dieser Zeit verliert er aber keine Haare. Wer allerdings ein Sauberkeitsfanatiker ist, könnte durch all die Haare in den Wahnsinn getrieben werden. Ich persönlich habe vor den Haaren kapituliert, denke aber, dass es der größte Nachteil dieser Rasse ist.

Auf Grund seiner Größe benötigt der Akita natürlich dem entsprechend viel Bewegung, allerdings ist er kein Schlittenhund, wie z.B. der Siberian Husky, daher braucht er auch nicht übermäßig viel Auslauf. Normalerweise gehe 1 – 2 Stunde am Tag spazieren. Dazu eignet sich am besten eine Laufleine (Flexi), falls man nicht die Möglichkeit hat den Hund frei laufen zu lassen. Ich achte beim Spazieren gehen darauf, dass die Hunde möglichst immer im Trab gehen, da dies die natürliche Fortbewegungsart der Hunde ist und große Rassen da oft zu kurz kommen.
Es macht aber auch nichts wenn es dann in Ausnahmefällen auch nur einmal zur Runde um den Block reicht (besonders Tamami war bei Regen sowieso nicht aus dem Haus zu bringen).
Zusätzlich fahre ich öfter auf die Hundewiese.
Man kann auch mit dem Akita Radfahren, Joggen oder Reiten gehen. Man sollte allerdings nicht zu früh damit anfangen und lieber den Tierarzt fragen, wenn er es für richtig hält mit dem Training zu beginnen.

Ein Garten ist natürlich schön für Hunde, aber für einen Akita kein Muss. Unsere haben sich meist nur im Garten aufgehalten, wenn wir auch dort waren und bewegt haben sie sich dort meist nicht viel. Ein Garten ersetzt auf keinen Fall das tägliche Spazieren gehen! Meiner Meinung nach, ist der Akita trotz seiner Größe auch ein recht guter Wohnungshund, denn er ist ruhig und sauber. Allerdings sollte man den Hund vor allem im Wachstum nicht zu viele Stiegen gehen lassen und auch im Alter werden Stiegen wieder zu einem Problem. Einen über 30kg schweren Hund mehrmals täglich auf und ab zu tragen, ist dann natürlich nicht optimal.

Auch was Beschäftigung angeht, ist der Akita nicht besonders anspruchsvoll. Natürlich ist sinnvolle Beschäftigung, wie Hundesport, Spiele, Tricks lernen u.ä., eine tolle Sache, aber der Akita gehört nicht zu den Spezialisten unter den Hunderassen, die unbedingt arbeiten müssen. Je mehr man sich aber mit seinem Hund beschäftigt, desto positiver ist natürlich die Mensch-Hund-Beziehung.

Für die Zwingerhaltung ist ein Akita natürlich nicht geeignet! Zwar macht es ihm nichts aus, mal ein paar Stunden alleine zu sein und er hat auch kein Problem, wenn das im Freien ist. Allerdings sollte jeder Hund hauptsächlich zusammen mit der Familie leben und neue Eindrücke bei Spaziergängen usw. sammeln können. Wer einen Hund nur im Zwinger halten möchte, der sollte überlegen, ob ein Hund überhaupt das richtige Haustier ist.